zurück zur Übersicht

Vorgeschlagene Therapien zu «Depressionen»

Anthroposophische Medizin

Als Erweiterung der naturwissenschaftlichen Medizin wurde die anthroposophische Medizin von Rudolf Steiner und Ita Wegmann begründet. Die anthroposophische Medizin hat zum Ziel, einen ganzheitlichen Eindruck bezogen auf das Wesen des Menschen zu erhalten. So wird diese Methode patientenorientiert und menschengemäss. Wo Selbstheilungskräfte zur Eigentätigkeit angeregt werden können, findet die anthroposophische Medizin Anwendung. Als Basis für anthroposophische Arzneimittel gilt, dass mineralische, pflanzliche und tierische Substanzen die Wechselwirkung von Mensch und Umwelt beeinflussen können. Oft werden diese Substanzen in homöopathischer Form verabreicht.

Dramatherapie

Die Dramatherapie ist ein Teil der Kunsttherapie, welche Drama- und Theaterkonzepte in einem therapeutischen Kontext nutzt. Durch Elemente wie Entspannungsübungen, Körperwahrnehmung, gestalten oder malen wird der therapeutische Prozess begleitet. Durch die Dramatherapie kann der Patient seine alltägliche Umgebung verlassen, Dinge wagen die er im realen Leben nicht tun würde oder in neue Rollen schlüpfen. Die Dramatherapie trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei und kann bei der Bewältigung von Konflikten helfen.

Farbtherapie

Farben haben durch ihre verschiedenen Frequenzen einen Einfluss auf unseren Körper. Die Farbtherapie macht sich ebendiese Schwingungen zu Nutze. Durch Farbfolien, Farbbestrahlung, Farblampen, Farbbrillen, farbbestrahlten Utensilien (Ölen, Wasser) aber auch Malen mit Farben, Einreibungen oder farbigen Tüchern wird versucht, Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bringen. Weitere Ansätze in der Farbtherapie sind die Farbmeridiantherapie, die Farbpunktur oder Aura Soma.

Klangtherapie

Durch den Schall und die Schwingungen, die der Klang mit sich trägt, lässt sich der Körper positiv beeinflussen. Diesen Umstand macht sich die Klangtherapie zu Nutze: Beispielsweise durch Klangmassagen, bei welchen metallische Schüsseln durch einen Holzklöppel angeschlagen werden. Die so entstehenden Töne und Schwingungen können bei Verspannungen und Schmerzen, aber auch Stress und Nervosität, Abhilfe verschaffen.

Moxibustion

Moxibustion ist ein Kombi-Wort aus dem japanischen "mog(u)sa" (getrockneter und geriebener Beifuss) und dem lateinischen "combustio" (Verbrennen). Bei dieser Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Akupunkturpunkte behandelt, jedoch nicht wie bei der regulären Akupunktur mit Nadeln, sondern mit glimmendem Beifusskraut. Die Vorstellung ist hierbei, dass durch Krankheit und Beschwerden unsere Lebensenergie (Qi) blockiert ist, was mit dem Behandeln der Akupunkturpunkte gelöst werden kann. Die Hitze, die beim Abbrennen des Krauts entsteht, stimuliert diese Punkte um Beschwerden und Blockaden zu lösen.

Ordnungstherapie

Mit ihren 5 "Säulen" Bewegung, Ernährung, Entspannung, Psychohygiene und Gesundheitspraktiken, versucht die Ordnungstherapie dem Patienten Strukturen und Wege aufzuzeigen, welche bei der Behandlung und Genesung von Krankheiten helfen können. Unser Körper orientiert sich naturgemäss an gleichbleibenden Strukturen wie Tag/Nacht oder den Jahreszeiten um gut zu funktionieren. Auf dieser Erkenntnis gründend versucht die Ordnungstherapie, das Wohlbefinden des Patienten zu steigern.

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist auch als Pflanzenheilkunde bekannt und befasst sich namensgebend mit Heilpflanzen. Verschiedene Pflanzen haben diverse Wirkstoffe in ihren Blättern, Blüten, Samen, Rinden und Wurzeln, welche unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden steigern können. Die Wirkstoffe von Pflanzen können ebenso divers daherkommen: als Tee, Tinktur, Wickel, Creme, Spray, Kügelchen, Salben und in vielen weiteren Formen können sie verwendet werden. Bereits seit dem 5. Jahrtausend vor Christus kennt der Mensch die Pflanzenheilkunde, welche sowohl in Fernost mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder Ayurveda, wie auch in der Westlichen Medizin Einzug gehalten hat. Die Phytotherapie hat unterschiedliche und sehr diverse Formen und Ansätze, eine wohl bekannte Form ist die Homöopathie.

Rebalancing

Rebalancing, oder zu Deutsch "wieder in Gleichgewicht bringen", ist eine Therapieform, welche via Bindegewebemassage und Gelenklockerung dem Patienten helfen will, ein körperliches und seelisches Gleichgewicht zu erlangen. So können sich nach der Rebalancing-Theorie seelische Vorgänge wie Unsicherheiten, Ängste oder verdrängte Gefühle in Verspannungen äussern. Durch die Lösung dieser Verspannungen sollen auch die mentalen Beschwerden gelindert werden.

Rebirthing

Die Therapie Rebirthing, oder zu Deutsch "Wiedergeburt" arbeitet mit einer speziellen Atemtechnik, um negative Erfahrungen aufzuarbeiten und aufzulösen. Die Methode geht davon aus, dass wir bereits bei der Geburt emotionale und körperliche Schmerzen erleben, welche wir mit uns mittragen und welche unser Leben beeinflussen. Durch die Atemübungen des Rebirthing soll es möglich werden, diese negativen Erfahrungen noch einmal zu durchleben und aufzulösen.

Tui-Na-Massage

Tuina (auch Tui-Na geschrieben oder Anmo genannt) ist eine Massagepraktik der Traditionellen Chinesischen Medizin, kurz TCM. Wie die anderen Bestandteile und Methoden der TCM gründet auch Tui-Na auf der Vorstellung, dass unsere Lebensenergie in Leitbahnen in unserem Körper fliesst (die Meridiane). Wenn einer oder mehrere dieser Meridiane blockiert sind, können Beschwerden und Krankheiten die Folge sein. Auf den Meridianen befinden sich Akupunkturpunkte, welche bei der Tui-Na Methode gezielt stimuliert werden, um das ungehinderte Fliessen der Lebensenergie (Qi) zu ermöglichen.

Aura Soma Therapie

Aura-Soma, aus dem griechischen "Aura" (Schimmer/Luft) und "Soma" (Körper) ist eine Therapie, welche von der britischen Pharmazeutin Vicky Wall erfunden wurde. Die Therapie geht davon aus, dass unser Körper und unser Geist durch unerkanntes Potenzial und einen fehlenden Lebenssinn in ein Ungleichgewicht geraten und so auch Krankheiten begünstigen. Durch farbige Öle, sogenannte Balance-Öle, die sich der Patient aussucht, soll diese Balance und das Wohlbefinden wiederhergestellt werden.

Ayurvedische Güsse

Ayurvedische Güsse bestehen aus warmem Öl, welche sanft auf die von Beschwerden betroffenen Körperregionen fliessen. Durch diesen entspannenden Vorgang gelangt der Patient in eine tiefe Entspannung, das Öl nährt die Haut und transportiert Giftstoffe über diese ab. Besonders der Stirnguss (Shiro Dhara) kann bei Kopfschmerzen und Migräne wie auch bei psychischen Beschwerden wie Schlaflosigkeit oder Erschöpfung helfen.

Biochemie nach Schüssler

Dr. Heinrich Schüssler, der begründer der Biochemie nach Schüssler, ging davon aus, dass die Ursache von Krankheiten ein Mangel an Mineralstoffen ist. Durch die Verabreichung von homöopathisch verdünnten Mineralsalzen sollen diese Mängel und somit auch die Krankheiten beim Patienten behoben werden. Auf dieser Grundlage wurde diese Therapieform entwickelt, welche bis heute verbreitet Anwendung findet.

Figurenspieltherapie

Mit Wurzeln in der Entwicklungspsychologie nach C.G. Jung verwendet die Therapie Figuren als Hilfsmittel, um psychotherapeutisch und pädagogisch zu arbeiten. Um grundlegende Gefühle und Konflikte auszudrücken, werden diese Emotionen in Form von Geschichten mit den Figuren erzählt, um danach ebendiese zu verarbeiten.

Gestaltungstherapie

Eine Therapie die weniger mit Gesprächen sondern mehr mit dem Gestalten von Dingen arbeitet, das ist die Gestaltungstherapie. Bei der Gestaltungstherapie geht es jedoch nicht darum, besondere kreative Fähigkeiten zu besitzen oder zu fördern, sondern im Akt des Gestaltens Hürden und Probleme zu überwinden und sich Ziele zu stecken – und zu erreichen.

Heileurythmie

Heileurythmie hat seinen Ursprung in der Anthroposophischen Medizin nach Rudolf Steiner. Die Heileurythmie betrachtet den Menschen in seinen vier Wesenseinheiten als Gesamtheit von Körper, Seele und Geist. In der Heileurythmie werden auf das Krankheitsbild abgestimmte Bewegungsabläufe ausgeführt, um so seelische Prozesse anzuregen, welche zur Genesung führen.

Lichttherapie

Licht ist für unseren Körper ein wichtiges Element: Durch den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang regelt unser Gehirn beispielsweise unseren Tag-Nacht-Rhytmus. Diese Regelung bringt auch hormonelle Veränderungen in unserem Körper mit sich: So wird z.B. bei Dunkelheit die Produktion des Hormons Melatonin gefördert, welches schlaffördernd auf unseren Körper wirkt. Aufgrund dieser Tatsache kann die Lichttherapie bei Niedergeschlagenheit und Ähnlichem helfen oder mit künstlichem Licht z.B. Schlafstörungen entgegenwirken.

Musiktherapie

Die Musiktherapie beschäftigt sich mit dem Einsatz von Musik im psychotherapeutischen Prozess. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Zum einen die aktive Musiktherapie, bei welcher der Patient selber musiziert und zum anderen die rezeptive Musiktherapie, bei welcher der Patient Musik hört. Durch die Therapie kann sich der Patient auf non-verbaler Ebene ausdrücken und so Emotionen aufarbeiten, wie es mit sprachlichen Mitteln nicht möglich wäre.

Qi-Gong

Qi-Gong ist ein Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und gehört zu den ältesten chinesischen Therapieformen. Beim Qi-Gong (was so viel bedeutet wie "Pflege der inneren Energie") steht das Ausgleichen von inneren Kräften sowie Yin und Yang durch die meditative Bewegungstherapie im Zentrum. Die Theorie geht hierbei von "Yin-Organen" (z.B. Lunge, Herz, Nieren) und "Yang-Organen" (Magen, Dickdarm, Gallenblase) aus, welche in Harmonie gebracht werden, um das Wohlbefinden zu erhöhen.

Spagyrik

Bereits im 16. Jahrhundert arbeitete der Arzt Paracelsus mit der Spagyrik. Die Spagyrik ist eine Art der Heilmittelherstellung, bei welcher die Wirkstoffe von Heilpflanzen getrennt, bearbeitet und wieder zusammengeführt werden. Die Mittel können so im Körper Heilprozesse für diverse Beschwerden in Gang setzen.

Akupressur

Die Akupressur (von lateinisch acus = Punkt, Nadel und pressus = Druck), japanisch = Shiatsu, ist eine Heilmethode, welche der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin entstammt. Akupressur ist eine ganzheitliche Methode, sie hilft bei akuten und chronischen Krankheitsverläufen. Ziel der Akupressur-Behandlung ist der freie Fluss des Qi (Lebensenergie) in den Meridianen und das Lösen von Muskeln und verspannten Regionen. Die Akupressur-Punkte sprechen diejenigen Meridiane an, welche die Muskeln nähren und lösen verspannte Muskeln auf tiefgreifende Weise. Die Entspannung stärkt, baut auf und aktiviert die Selbstheilungskräfte.

Arzneimitteltherapie

Die Arzneimitteltherapie beinhaltet die namensgebenden Arzneimittel aus diversen Methoden wie der Pflanzenheilkunde, der Homöopathie, Bachblüten, Spagyrik, Biochemie nach Schüssler etc. Durch die Kenntnisse des Therapeuten der jeweiligen Methoden und das Verabreichen von geeigneter Arznei soll dem Patienten ein besseres Wohlbefinden und Körpergefühl ermöglicht werden.

Ayurveda-Therapie

Ayurveda-Therapie als solches ist ein Sammelbegriff für diverse Bestandteile und Methoden der ayurvedischen Lehre. Ursprünglich aus Indien stammend und schon über 5000 Jahre alt hat das Ayurveda durch Massagen, Güsse, Ernährungsberatung und einigem mehr das Ziel die Gesundheit des Patienten zu fördern. Die Lehre befasst sich fünf Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Die Wirkungen und Qualitäten dieser Elemente werden wiederum in drei "Doshas" zusammengefasst. Der Mensch wird im Ayurveda als Kombination dieser Doshas gesehen, wobei eine Dosha vorherrschend ist. Ziel der Ayurveda-Therapie und ihrer Bestandteile ist, fördernd und ergänzend mit den Doshas des Patienten zu arbeiten und so das Wohlbefinden des Patienten zu steigern.

Intermediale Therapie

Als eine Art der Kunsttherapie bedient sich die intermediale Therapie verschiedener Formen der Kunst, je nach Bedürfnis des Patienten. Die einzelnen Disziplinen reichen von Bewegung und Handlung über Bild, Wort oder Ton orientierte Methoden. Ein wichtiger Aspekt der Therapie ist die „intermodale Dezentrierung“, dabei kann sich der Patient eine Zeit lang von seinen alltäglichen Problemen, Ausdrucksweisen und Fragestellungen distanzieren und sich mit dem künstlerischen Medium beschäftigen.

Kunsttherapie

Der Begriff Kunsttherapie umfasst mehrere Therapieformen für diverse Anwendungen wie Bewegungstherapie, Tanztherapie, Dramatherapie, Sprachtherapie, Gestaltungstherapie, Maltherapie, Intermediale Therapie und Musiktherapie. Die Kunsttherapie in all ihren Formen hat zum Ziel, mit den verschiedenen Methoden den Menschen auf geistiger, seelischer, körperlicher und sozialer Ebene zu fördern.

Maltherapie

Als Art der Kunsttherapie verwendet die Maltherapie – wie sich unschwer am Namen erkennen lässt – das Malen in einem therapeutischen Kontext. Durch die Form- und Farbgebung des entstehenden Bildes können Leiden, Beschwerden, Konflikte und Bedürfnisse des Malenden erkannt und abgeleitet werden, für welche in einem weiterführenden Gespräch mit dem Patienten Wege zur Lösung erarbeitet werden können.

Shiatsu

Die ursprünglich japanische Therapie Shiatsu verbindet Elemente der fernöstlichen Körperbehandlung mit der westlichen Gesundheitsförderung. Die Methode sieht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele, welche bei einer guten Gesundheit im Gleichgewicht stehen. Ist ein solches Gleichgewicht vorhanden fliesst die Lebensenergie ("Qi" genannt) frei in den Leitbahnen des Körpers, den Meridianen. Durch äussere Umstände kann dieser Fluss jedoch behindert werden, was in Beschwerden resultieren kann. Mit manueller Arbeit und dem Drücken von bestimmten Körperstellen sollen Blockaden in den Meridianen behoben und so die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten gesteigert werden.

Traditionelle Chinesische Medizin TCM

Vor rund 5000 Jahren sind die ersten Spuren der Traditionellen Chinesischen Medizin zu finden, das erste grosse Lehrbuch ist bereits 2000 Jahre alt. In all dieser Zeit hat sich die Traditionelle Chinesische Medizin sicherlich verändert, jedoch bleibt der Grundsatz der gleiche: die innere Harmonie des Menschen zu fördern. Der Fluss des Qi (der Ursprung aller Energie) im Körper ist hier besonders wichtig, denn nur durch das ungehindert fliessende Qi ergibt sich ein gutes Wohlbefinden. Die TCM sieht die innere Harmonie des Menschen in Yin und Yang welche zu gleichen Teilen ein ausgewogenes Sein bedeuten. Yin steht für Bewahrendes, Ruhendes, Kühlendes und wird mit dem Mond, der Nacht und der Erde in Verbindung gebracht. Yang steht für Helles, Warmes, Dynamisches, Bewegtes und wird mit der Sonne, dem Tag und dem Himmel assoziiert. Die Traditionelle Chinesische Medizin enthält verschiedene Ansätze um einen ausgeglichenen Körper zu fördern: Von der Pflanzenheilkunde über Massagen, Qigong, Diätetik, Akupunktur bis zur Moxibustion umfasst die Traditionelle Chinesische Medizin vielerlei Ansätze um dem Menschen ein gutes Wohlbefinden zu geben.